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Finanzinstitute gehen auf Rohstoffe

09. Februar 2011 Banken und andere Finanzinstitute bauen das Geschäft mit börsengehandelten Rohstoffpapieren stark aus. Dazu gehört, dass die Anbieter dieser Wertpapiere in Zeiten steigender Rohstoffpreise immer öfter als physische Käufer von Rohstoffen auftreten und diese einlagern. Damit sorgen die Anleger an den Märkten für eine zusätzliche Nachfrage. Dies gilt besonders für Industriemetalle. Das Geschäft mit börsennotierten Rohstoffprodukten zieht immer mehr Geld an. Nach Angaben von Europas Marktführer in diesem Segment, ETF Securities, stieg im vergangenen Jahr das investierte Volumen weltweit um 48 Prozent auf 163 Milliarden Dollar (siehe Grafik). Rohstoffe haben sich 2010 deutlich verteuert. Dieser Trend setzt sich 2011 fort. Grund ist der Rohstoffbedarf in schnell wachsenden Schwellenländern. Außerdem nimmt das Interesse der Anleger an Rohstoffen zu. Die Geldschwemme der Notenbanken macht es möglich, zu günstigen Konditionen große Summen an Kapital in die Rohstoffmärkte zu leiten und hohe Renditen zu erzielen.

Kupfer das neue Wunder im Spekulationsmarkt

Warum Kupfer immer teurer wird Wegen eines Unfalls in einer chilenischen Mine wird Kupfer knapp. Gleichzeitig nimmt die Nachfrage in der Industrie immer mehr zu. Das wiederum ruft Spekulanten auf den Plan. Der Kupferpreis steigt und steigt.

Metallpreise schießen durch die Decke

HB DÜSSELDORF. An den Rohstoffmärkten haben die Notierungen ihren Aufwärtstrend auch zu Beginn der neuen Woche fortgesetzt. Vor allem Industriemetalle waren erneut starke gefragt. Der Preis von Rekord zu Rekord, er notierte am Montag in der Spitze mehr als ein Prozent höher bei 10.160 Dollar je Tonne. Auch das für Konservendosen verwendete Zinn markierte mit bis zu 31.399 Dollar je Tonne ein Allzeithoch. Die jüngsten Konjunkturdaten stimmten positiv und das Angebot dürfte bei den Industriemetallen auf absehbare Zeit knapp bleiben - ein Preisrückgang sei daher zunächst nicht in Sicht, sagten Händler. Nach Einschätzung von Gayle Berry, Analyst bei Barclays Capital, sorgte beim Kupfer zuletzt vor allem die Lage in Chile für eine zusätzliche Angebotsverknappung. Dem weltgrößten Kupferproduzenten drohen Probleme bei der Energieversorgung. Sie könnten nach Ministeriumsangaben dazu führen, dass der Stromverbrauch im Notfall begrenzt werden müsste. Beim Ölpreis sorgte vor allem der Krisenherd Ägypten für neuen Auftrieb. Ein Fass des Nordseeöls Brent stieg zu Wochenbeginn wieder über 100 Dollar je Barrel, bis zum Nachmittag verteuerte es sich um 0,6 Prozent auf 100,40 Dollar. Am Freitag war Brent nach schwächer als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten um knapp zwei Prozent gefallen. Die US-Ölsorte WTI wurde mit 89,26 Dollar 0,3 Prozent höher gehandelt.

08.02.2011 Edelstahlpreise bei hoher Nachfrage unter Druck

Die weltweite Nachfrage nach rost-, säure- und hitzebeständigen (RSH) Edelstahlflachprodukten war nach wie vor ungebrochen. Nach vorläufigen Schätzungen nahm der globale Verbrauch 2008 um rund 4,5 % zu.

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